Strukturdefizite


Struktur- und Leitungsdefizite werden durch drei Spezifikationen operationalisiert:

  1. Der Leiter verzichtet auf ein oder mehrere Leitungsfunktionen
  2. Der Leiter wird durch einen Dritten in der Ausübung einer oder mehrerer Leitungsfunktionen übertroffen und damit ausgeblendet (sein Vorgesetzter übergeht ihn z.B.)
  3. Der Leiter übt seine Leitungsfunktion nur bei einer Auswahl von Mitarbeitern aus und blendet seinerseits bestimmte Mitarbeiter einfach aus.

 

Durch eine gezielte Befragung können solche Mängel schnell festgestellt und behoben werden.

 

 

Befugnisregelung

Die unterschiedlichen Entscheidungsrechte und -pflichten der Mitarbeiter sollten in einer Kompetenz-Übersicht dargestellt werden, damit jeder Mitarbeiter auch über die Entscheidungsrechte und -pflichten seines jeweiligen Leiters oder Kollegen informiert ist. Bei jeder betrieblichen Veränderung muss dann die Verhältnismäßigkeit der Kompetenzen überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.


a) Was ist zu entscheiden (Kompetenz-Bereiche)?

b) Wer entscheidet unter welchen Bedingungen (Kompetenz-Stufen)?
c) Welche Mitarbeiter-Ebenen sind an einem bestimmten Entscheidungsfall beteiligt (Kompetenz-Struktur)?

Befugnisse sollten dabei immer an Bedingungen gekoppelt werden:
a) zeitnahe Information des Vorgesetzten
b) ausdrückliche vorherige mündliche Zustimmung des Vorgesetzten
c) formelle Freigabe eines Antrags durch den Vorgesetzen


Begründung

Viele Entscheidungen können sich arbeitsrechtlich, kostenmäßig, ablauforganisatorisch oder auch gesamtbetrieblich auswirken. Sie dürfen deshalb nicht nach Belieben der Mitarbeiter getroffen werden.
Sie sollten immer kontrollierbar sein.